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Wanderung

Zwischen zwei Flüssen

· 2 Bewertungen · Wanderung · Hohenlohe
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Touristikgemeinschaft Hohenlohe Verifizierter Partner 
  • Die Stille und der Mythos der Jagst verzaubern die Gäste
    / Die Stille und der Mythos der Jagst verzaubern die Gäste
    Foto: Eva Maria Kraiss, Michelbach/Bilz, Touristikgemeinschaft Hohenlohe
  • Zisterzienserkloster Schöntal
    / Zisterzienserkloster Schöntal
    Foto: Eva Maria Kraiss, Michelbach/Bilz, Touristikgemeinschaft Hohenlohe
Karte / Zwischen zwei Flüssen
0 150 300 450 600 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 Neusaß Parkplatz Parkplatz Ehemaliges Zisterzienserkloster und Klosterkirche Landgasthof Hotel Krone Limeshalle

Ungleiche Geschwister

Die Zwillingsflüsse Kocher und Jagst und die dazwischen liegende Kocher-Jagst-Ebene bieten dem Wanderer ein abwechslungsreiches Wanderrevier. Der Kocher fließt uns entgegen, auf der Schwäbischen Alb entspringt er, bei Oberkochen, ganz unspektakulär, 120 Kilometer hat er zurückgelegt bis hierher und eine ganze Menge Wasser angesammelt! Gegen den Strom schwimmen? Heute nicht! Wandern ist angesagt und auf(wärts) geht’s, im wahrsten Sinne des Wortes, die Stelzersklinge hinauf, 150 Höhenmeter über uns liegt die Kocher- Jagst-Ebene.
Pferdeweiden und Äcker begleiten uns bis Neusaß. Ein wunderbares Ensemble, Forsthaus mit Linde, eine Wallfahrtskirche aus dem 17. Jahrhundert, dahinter Fischteiche, alles ursprünglich angelegt von den Mönchen des Zisterzienserklosters Schöntal.
Hier ist Verweilen, Rasten, Besinnen Pflicht, der Alltag rückt in weite Ferne! Dem Wasser, das im Quellhäuschen hinter der Kapelle entspringt, wird heilende Wirkung nachgesagt, besonders bei Augenleiden soll es helfen.
Durch die tief eingeschnittene Honigklinge geht’s abwärts ins Jagsttal zum Kloster Schöntal. Schöhntal – Schönes Tal – Schöntal, die Zisterzienser wussten ob der Qualität der Umgegend. Die Jagst (Jagende!) mit klarem Wasser, dem natürlichen Fischreichtum, früher wie heute, herrliche Buchenwälder mit dutzenden Seen für die Fischzucht und nicht zuletzt die Salbei-Glatthafer-Wiesen auf den südexponierten Hängen, ließen keinen Mangel!
Nichts geblieben ist vom Weinbau, der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die sonnigen Hänge beherrschte. Die Reblaus hat alle Bestände vernichtet, deren Trauben früher in Niedernhall, in einer gewaltigen Kelter, erbaut durch Abt Knittel, zu Wein gekeltert wurden. Wieder auferstanden ist der Weinbau in Bieringen, oberhalb des Klosters. Eigentlich brauchts einen ganzen Tag, mindestens, für das Kloster! Die Klosterkirche mit dem Grabmal des Götz von Berlichingen, das barocke Treppenhaus im Archivbau und ein Rundgang durch die Außenanlage, dafür muss Zeit sein, Kaffee oder ein Gläschen Wein im Klostercafé oder in der „Post“, dafür auch.
Das Bildungshaus im Kloster (mit Übernachtungsmöglichkeit), das Waldschulheim des Hohenlohekreises, der Kreuzgang, der Kreuzberg mit seiner Kapelle und der Storchenturm und, und, und…, dazu muss man halt noch mal wiederkommen, ins Hohenloher Land. Jagstabwärts geht’s nach Jagsthausen, einen gewaltigen Steinbruch lassen wir links liegen, in Betrieb ist er, gefährlich, deshalb: „Betreten verboten!“ Nicht für manche bedrohte Tierart, die dort im feuchten Grund oder an den exponierten Steilwänden bereits ein neues Zuhause gefunden hat.
Die Götzenburg zu Jagsthausen, Stammsitz des Ritters mit der eisernen Faust, grüßt von der anderen Jagstseite, ein Abstecher tut Not, oder noch besser, die nächsten Burgfestspiele, jeweils im Sommer, natürlich mit dem „Götz“ und mit einem Kinderstück, werden rasch gebucht!
Wir verabschieden uns von der Jagst, die im Albvorland nahe Ellwangen entspringt und nahezu parallel zum Kocher, das Hohenloher Land durchfließt, und steigen, nicht ohne nochmals auf Jagsthausen zurückblickend, aufwärts zum Stolzenhof und durch Felder und Wiesen über die Ebene zurück zum Kochertal. In Sindringen lohnt ein Blick von der Kocherbrücke flussabwärts in den Kocher auf gewaltige Kiesbänke, und flussaufwärts aufs Wehr.
In den Sommermonaten, nach 4 Stunden Wanderzeit, spricht nichts gegen ein Bad, im Staubereich des Wehres kann man gut und gerne 1 Kilometer schwimmen. Wildenten, Gänse und der eine oder andere Schwan halten sich im tiefen Wasser auf, die seltenen Arten, Eisvogel, Wasseramsel und Gänsesäger, bevorzugen die schnell fließenden und von Menschen wenig frequentierten Bereiche des Kochers. Kormorane, die sich im nahen Naturschutzgebiet bei Ohrnberg sesshaft gemacht haben, ziehen im Schwarm, hoch am Himmel, das Tal hinauf Richtung Ernsbach.
Generell können im ländlichen Hohenlohe zahlreiche Tierbeobachtungen gemacht werden: Rehe, Hasen und mit viel Glück auch Wildschweine.

leicht
19,7 km
5:00 h
442 hm
441 hm

Autorentipp

Besonderheiten:

Heimatmuseum Ernsbach, Sindringer Schloss, Kloster Schöntal, Götzenburg Jagsthausen, Wallfahrtskirche Neusaß.
Herrliche Ausblicke in die Flusstäler von Kocher und Jagst, von der Kocher-Jagst-Ebene Ausblicke in den Odenwald (Katzenbuckel).

Anschlusswanderungen:
Ab Schöntal: Pfad der Stille und Kulturwanderweg Jagst durchs gesamte Jagsttal. Ab Sindringen: Limeswanderung über Pfahlbach nach Öhringen.

outdooractive.com User
Autor
Touristikgemeinschaft Hohenlohe, Künzelsau
Aktualisierung: 12.04.2016

Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
343 m
Tiefster Punkt
184 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

www.hohenlohe.de

Start

An der Pachthofscheuer in Ernsbach (187 m)
Koordinaten:
Geographisch
49.291380, 9.513820
UTM
32U 537362 5459974

Ziel

An der Pachthofscheuer in Ernsbach

Wegbeschreibung

Am Parkplatz bei der Pachthofscheuer in Ernsbach (Heimatmuseum) gehen wir hoch zur Kocherbrücke und treffen dort auf den Roten-Kreuz-Weg. Diesem folgen wir durch die Stelzersklinge den Kocherhang aufwärts zum Gestüt Spitzenhof.
Weiter dem Wanderzeichen folgend bis zur Kapelle „Zur heiligen Maria“ im Wallfahrtsort Neusaß. Die Ruhebänke laden zur Rast ein, die Kapelle zur Besichtigung und zu einigen Minuten der Besinnlichkeit. Weiter geht’s an den Fischteichen vorbei zum Kloster Schöntal. Gaststätte und Café laden zur Einkehr, die Barockkirche und das prächtige Treppenhaus der alten Abtei, sind bauliche Höhepunkte des Barock in Süddeutschland!
Wir verlassen das Kloster auf der Südseite und folgen dem Wanderweg mit dem blauen Kreuz jagstabwärts bis Berlichingen, zum Geburtsort des Ritters mit der eisernen Faust. Vorbei am gewaltigen Steinbruch, dem Wanderpfad durch den Prallhang folgend, erreicht man Jagsthausen. Ein kurzer Abstecher (20 Minuten Gehzeit durch den Ort) zur Besichtigung der Götzenburg (Burgfestspiele in den Sommermonaten) lohnt sich.
Unser Wanderweg führt uns am wegbeschreibung südlichen Ortsrand auf den HW 6, Limeswanderweg, hinauf zum Stolzenhof, über die Kocher-Jagst-Ebene durch Felder und Weiden hinab nach Sindringen. Gastronomie mit Biergarten an der Kocherbrücke. Von hier aus, ohne Wegmarkierung, vorbei an den Sportanlagen, kocheraufwärts, an den Ausgangspunkt der Wanderung, nach Ernsbach.

Parken

An der Pachthofscheuer in Ernsbach
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Freizeitkarte F518 oder L 6722 Öhringen

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Bewertungen

4,5
(2)
Klaus Bruckner 
11.10.2018 · Community
Sehr schöne Tour bei bestem Wetter im Oktober 2018. Beschreibung und Beschilderung sehr gut und mit der heruntergeladenen Tour kann man sich nicht verlaufen. Allerdings ist der Weg im letzten Teil von Berlichingen über Jagsthausen wieder nach ERnsbach reine Asphaltstraße (Radweg) und zieht ohne Highlights ewig in die Länge. Deshalb unsere Empfehlung: Von Berlichingen den Bus nach Ernsbach nehmen (wenn man auf die Burg Jagsthausen verzichten kann). Das verkürzt die Tour auch um gute 8 km. Sollte man den Weg dennoch gehen wollen: In Jagsthausen dem blauen Kreuz folgen und am Ortsausgang aufpassen: dort geht es unauffällig rechts in den Wald hoch über Sindringen nach Ernsbach (6,5 km). Das ist der richtige Weg. Man kann auch den Radweg weitergehen und über diesen nach Ernsbach (nur 4,5 km). Ist aber ätzend.
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Gemacht am 04.10.2018
Frank Bader 
03.10.2017 · Community
Schöne und weite Blicke über die Hügellandschaft. Schön: Neusaß, Kirche Berlichingen, Kloster Schöntal, Jagsthausen. Leider etwas viel Asphaltwege.
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Gemacht am 02.10.2017
Jonas Dr. Ringer
12.08.2017 · Community
Ich bin in Sindringen gestartet. Leider ist der Weg stellenweise sehr schlecht ausgeschildert. Man folgt grob dem roten und dann dem blauen Kreuz. Die Wanderung bietet teilweise sehr schöne Momente, wie die Kapelle in Neusaß, das Kloster Schöntal oder auch den Blick auf die Burg in Jagsthausen. Von der Kapelle in Neusaß aus kann man die Tour über die Wallfahrtskapelle zum Kloster Schöntal machen, ist glaube ich Rundweg 2. Im Kloster ist übrigens das Grab des Götz von Berlichingen. Natürlich nicht ausgeschildert, aber die Angestellten helfen gerne. In Berlichingen kann man einen enttäuschenden Rest der Burg des Götzen sehen, ist in Privatbesitz und nur noch ein viereckiger Turm übrig, davon eine Fassade wie eine Burg bemalt. Der kleine Umweg zur Burg in Jagsthausen lohnt sich, eine Einkehr mit schönem Blick aufs Jagsttal ist dort möglich. Teilweise ist die Tour aber auch trostlos, führt durch Industriegebiete und Stadtteile, in denen man sich wie im früheren tiefen Osten fühlt. Während der Woche ist der Steinbruch nach Berlichingen in Betrieb und man läuft zwischen den Radladern durch staubige Luft. Am Ende des Steinbruchs fehlte der Wegweiser, man steht auf einem Rondell. Hier geht ein kleiner Pfad links in die Büsche. Ich habe eine nette ältere Dame getroffen, die gerade neue Schilder aufstellt. Ich hoffe, jetzt findet man es besser. Außerdem sind einige der aufgezeichneten Wege gesperrt, der neue Weg führt dann nur wenige Meter parallel, also kein Problem. Mit den Besichtigungen bin ich 24 km gelaufen. Insgesamt nett, aber nicht so durchgängig "Top".
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Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
19,7 km
Dauer
5:00 h
Aufstieg
442 hm
Abstieg
441 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit

Statistik

: h
 km
 Hm
 Hm
Höchster Punkt
 Hm
Tiefster Punkt
 Hm
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