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Wanderung

Eppinger-Linien-Weg: Kunst. Natur. Geschichte.

2 Wanderung • Kraichgau-Stromberg
Verantwortlich für diesen Inhalt:
Kraichgau Stromberg Tourismus e.V.
  • rekonstruierte Palisade an der Eppinger Linie
    / rekonstruierte Palisade an der Eppinger Linie
    Foto: Wolfgang Todt & Ulrike Poller, Wandermagazin
  • /
    Foto: Wandermagazin
Karte / Eppinger-Linien-Weg: Kunst. Natur. Geschichte.
0 150 300 450 600 m km 5 10 15 20 25 30 35 40 Himmelsleiter Baumannshütte Chartaque Kopfrainhütte Schlettich-Ausblick Sternenfels Scheuelberg Kloster Maulbronn Palisade
Wetter

Im 17. Jahrhundert streckte Franzosenkönig Ludwig XIV. begierig seine Hand nach den Ländereien von Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden aus. Der ließ darauf hin von Neckargemünd bis Weissenstein einen Verteidigungswall nebst Graben und Pallisade errichten – die Eppinger Linie! Heute kann man dem Verlauf des oft noch gut sichtbaren Wall-Graben-Systems von Eppingen bis Mühlacker folgen. Es bietet sich an die Tour in 2 Tagesetappen aufzuteilen, mit Sternenfels als Zwischenstopp.

Der Wanderweg folgt teilweise unmittelbar der Linie, manchmal weicht er aber auch etwas ab und bietet dann tolle Einblicke in das „1000 Hügel-Land“, den Kraichgau.

mittel
41,9 km
13:30 Std
496 hm
442 hm

 Im 17. Jh. überquerten die Truppen des Franzosenkönigs Ludwig XIV. immer wieder den Rhein und setzten Städte und Dörfer in der Kurpfalz und im Kraichgau in Brand. Die Armee Kaiser Leopolds war vor Wien gegen die Türken gebunden. Den schwachen Truppen am Oberrhein fehlte es noch dazu an einer einheitlichen Führung. Erst als Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, wegen seiner Erfolge in den Schlachten gegen die Türken auch „Türkenlouis“ genannt, den Oberbefehl übernahm, wendete sich das militärische Blatt. Der Türkenlouis ließ von Neckargemünd bis Weissenstein eine Verteidigungsanlage mit Wall, Graben, Verhack und Palisaden errichten – die Eppinger Linien. Im Naturpark Stromberg-Heuchelberg kann man dem Verlauf des oft noch gut sichtbaren Wall-Graben-Systems von Eppingen bis Mühlacker folgen. Wo der Anstieg des Strombergs aus dem Kraichgau einst militärstrategischen Zwecken diente, erfreut sich heute der Wanderer an herrlichen Ausblicken. Im Jahr 2014 wurden entlang des Weges an neun Stationen Großplastiken des Gemminger Künstlers Hinrich Zürn installiert, die symbolhaft die spannende Geschichte der Eppinger Linien vorstellen. Im Vordergrund stehen nicht zuerst die Skulpturen sondern stehen die Auswirkungen der historischen Kriegsgeschehnisse auf die einfache Bevölkerung der Region und der Bezug auf die heutige Situation im vereinten Europa. Das UNESCO-Welterbe Kloster Maulbronn bildet ein kulturelles Highlight an der Strecke. Landschaftlich bieten sich dem Wanderer stille Wälder, idyllische Streuobstwiesen und tolle Ausblicke über den Kraichgau.

Autorentipp

Wer das ambitionierte Wandern in den Vordergrund stellt, läuft den Weg in zwei Tagesetappen mit Sternenfels als Zwischenstopp.

Soll der Kultur- und Landschaftsgenuss mehr Zeit erhalten, bieten sich drei Etappen mit den Etappenzielen Kürnbach und Maulbronn an. Zusätzliche Zeit sollte man am 2. Tag unbedingt für eine Klosterbesichtigung in Maulbronn einplanen. Es lohnt sich!

 

outdooractive.com User
Autor
Wolfgang Todt und Ulrike Poller
Aktualisierung: 05.11.2018

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
384 m
187 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Bis auf einige Naturwegabschnitte, die bei Nässe etwas rutschig sein können, beinhaltet die Tour keine besonderen Schwierigkeiten.

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe und Tagesproviant (v.a. am 1. Tag: hier gibt es unterwegs keine Einkehrmöglichkeit).

Weitere Infos und Links

Naturpark Stromberg-Heuchelberg e.V., Naturparkzentrum Stausee Ehmetsklinge, 74374 Zaberfeld, Tel. 07046/8 84 81-5, Fax -6, info@naturpark-stromberg-heuchelberg.de, www.naturpark-stromberg-heuchelberg.de

Start

Bahnhof Eppingen (187 hm)
Koordinaten:
Geographisch
49.136438 N 8.914095 E
UTM
32U 493733 5442626

Ziel

Bahnhof Mühlacker

Wegbeschreibung

 

 

Im Klosterhof halb rechts und über die Rampe bergauf aus dem Kloster hinaus. Links ab durch den Park zur Straße und über die Querungshilfe am Kreisverkehr. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite links, zur Treppe und dieser in das pittoreske Schafhof-Areal folgen. Dieses durchquert man auf der gleichnamigen Straße bis zur Stuttgarter Straße, quert die K4513 und folgt dem Wannenbachweg nach Süden, wo man zunächst auf einem Forstweg, dann auf Pfaden in den Wald eintaucht. Nach Querung der B35 ist ein rekonstruierter Abschnitt des Schanzgrabens mit Palisaden zu besichtigen. Wanderer mit Rucksack können ermessen, vor welche unmögliche Aufgabe ein Infanterist mit 25 kg Sturmgepäck gestellt war, der diese gleichermaßen einfache wie effektive Verteidigungsanlage überwinden sollte. Der Weg folgt zunächst noch dem Splittweg, bevor er an der nächsten Kreuzung direkt auf den Wall der EL wechselt. Toller Wald mit uralten Solitärbäumen und die eindrucksvolle EL begeistern. Auch nach Ende des Pfades folgt man nun ständig der EL. Kurz vor der Hangkante lohnt es, einer grünen Sternmarkierung nach links zu folgen. Ein Steg führt auf den Sauberg, wo man noch deutlich die freigelegten Umrisse einer Sternschanze erkennt. Zurück auf dem Hauptweg trifft man bald auf einen rekonstruierten Wachturm nebst Palisaden. Vom Turm aus genießt man einen reizvollen Ausblick über Mühlacker und das Erlenbachtal. Entlang des Waldrandes sind als Teil des Skulpturenprojektes acht großformatige Bilder in barockisierenden Rahmen zwischen Bäume gehängt und geben eine Zusammenschau des Projektes. Nach einem Schwenk nach Südosten – über einen kurzen Stich ist davor die Skulptur „Zerstörung“ (  Ötisheim-Schönenberg) eingebunden - darf man noch einmal die EL direkt unter die Füße nehmen: pfadig geht es auf dem imposanten Wall durch den Wald. Unvermittelt endet dieser Abschnitt am Waldrand. Man läuft nach rechts, biegt bald links auf einen Feldweg. Man erreicht die ersten Häuser, läuft aber noch einmal mit einem Hohlweg durch dichten Wald. Erst an dessen Ende steht man im Stadtgebiet, quert gerade die Brücke, verlässt sie am anderen Ende über eine Treppe und erreicht den nahen Bahnhof von Mühlacker, an dem die Tour endet.  

Öffentliche Verkehrsmittel

Eppingen und Mühlacker sind per Bahn erreichbar. Nach Sternenfels fährt die Buslinie 702 ab Mühlacker.

Anfahrt

 Eppingen: Über die B293; Sternenfels: Über die L1134 oder die L 1103; Mühlacker: Über die B10.  

Parken

Eppingen und Mühlacker sind per Bahn/Stadtbahn erreichbar. Nach Sternenfels fährt die Buslinie 702 ab Mühlacker. Parken: Stadion Eppingen; Wanderparkplatz Herzogenwäldle südlich von Sternenfels, Parkplätze am Bahnhof Mühlacker. Zur Besichtigung einzelner Skulpturen gesonderte Parkmöglichkeiten.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Geschichtliche und sonstige Hintergrundinformationen u.a.m. unter www.naturpark-stromberg-heuchelberg.de

Kartenempfehlungen des Autors

Freizeitkarte 517 „Heilbronn“, Naturpark Stromberg-Heuchelberg, 1:50.000, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, ISBN 978-3-89021-610-2, 3. Auflage 2011

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Kommentare und Bewertungen (2)

Volker Dietrich
07.08.2016
Sehr schöner Weg. Abschnitt Sternenfels Muehlacker über Maulbronn ist besonders zu empfehlen
Bewertung
Kloster Maulbronn
Kloster Maulbronn
Foto: Volker Dietrich, Community

Swen Hambachner
26.03.2016
Ich habe selten eine so super Ausgeschilderte Strecke erlebt. Kann man locker ohne Karte erwandern. Ich habe die Tour in 2 Etappen gemacht. Am 22.3 Eppingen bis Sternenfels und 23.03 Strenenfels bis Mühlacker. Eine echt schöne Strecke mit viel sehenswertem. Manko es gibt niergens die Möglichkeit ein Feuer zu machen um sich einen Tee warm zu machen. Vorallem am 1. Tag wo es keine Einkehr Möglichkeit gibt. Auch gibt es niergens Mülleimer was leider dazu führt das man alles mögliche im Wald findet. Also kleiner Apell bitte Müll wieder mit nach Hause nehmen. Alles in allem es lohnt sich die Tour zu machen aber man sollte schon Trainiert sein sonst ist es sehr hart.
Bewertung
Gemacht am
22.03.2016

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
41,9 km
Dauer
13:30 Std
Aufstieg
496 hm
Abstieg
442 hm
Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch

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