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Fernwanderweg

Premiumweg Gernsbacher Runde

1 Fernwanderweg • Schwarzwald
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Outdooractive Redaktion
  • Der Storchenturm in Gernsbach
    / Der Storchenturm in Gernsbach
    Foto: Der Bruzzla, Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5, Attribution ShareAlike 2.0 and Attribution ShareAlike 1.0 License., Outdooractive Redaktion
  • Schloss Eberstein
    / Schloss Eberstein
    Foto: Der Bruzzla, Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5, Attribution ShareAlike 2.0 and Attribution ShareAlike 1.0 License., Outdooractive Redaktion
  • Ansicht der Stirnseite vom
    / Ansicht der Stirnseite vom "Alten Rathaus" zu Gernsbach
    Foto: Der Bruzzla, Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5, Attribution ShareAlike 2.0 and Attribution ShareAlike 1.0 License., Outdooractive Redaktion
Karte / Premiumweg Gernsbacher Runde
200 400 600 800 m km 5 10 15 20 25 30 35 40 Bahnhof Lautenfelsen Elsbeth-Hütte Rockertfelsen Rockertkopf Schloss Eberstein Merkur
Wetter

Die Gernsbacher Runde, ein Premiumweg zertifiziert vom Deutschen Wanderinstitut, führt uns rund um den idyllischen Ort im badischen Weinanbaugebiet und bietet uns immer wieder tolle Ausblicke auf das Murgtal und die Rheinebene.

mittel
44,7 km
12:00 Std
1715 hm
1715 hm

Dieser Wanderweg beschreibt eine große Runde um Gernsbach. Man kann ihn problemlos in zwei Tagen wandern, ihn aber auch in mehrere Abschnitte unterteilen. Die Etappe von Gernsbach nach Hilpertsau umfasst etwa 20 km und ist ideal für eine Tagesetappe. Bis zu unserem Ausgangspunkt sind es dann noch etwa 23 km. Während der gesamten Strecke bieten sich uns tolle Aussichten ins Murgtal, den Schwarzwald und das Rheintal. Immer wieder führt der Weg an naturnahen Gewässern und bizarren Felsformationen wie der Erzgrube oder dem Lautenfelsen entlang. Sicherlich ein Höhepunkt auf unserem Weg rund um Gernsbach ist das Ebersteiner Schloss, dessen Sterne-Küche im eigenen Restaurant zahlreiche Feinschmecker anlockt. Vom Merkur, dem letzten Anstieg unserer Tour, liegt uns Baden-Baden zu Füßen.

outdooractive.com User
Autor
Miriam Frietsch
Aktualisierung: 20.02.2014

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
665 m
154 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

Festes Schuhwerk, genügend Verpflegung und, abhängig von der Übernachtungsart, Schlafsack

Weitere Infos und Links

Gernsbacher Runde

Start

Bahnhof in Gernsbach (159 hm)
Koordinaten:
Geographisch
48.767070 N 8.336540 E
UTM
32U 451247 5401774

Wegbeschreibung

Wir beginnen unseren Weg am Bahnhof in Gernsbach. Die „Ebersteiner Rose“ begleitet uns durch die gesamte Wanderun. Als Wappensymbol der Grafen von Eberstein hat die Rose fast 1000 Jahre überdauert und findet sich in vielen Stadt- oder Gemeindewappen der Region wieder. Parallel zur Bundesstraße gehen wir zuerst die Schwarzwald- und anschließend die Nordenstraße entlang, bis wir auf den Laufbach treffen. Hier zweigen wir nach rechts ab und folgen dem Flußlauf in Richtung Loffenau. Nach der Laufbachbrücke weisen große Grenzsteine darauf hin, dass hier die ehemalige badisch-württembergische Grenze verlief. An der evangelischen Kirche in Loffenau mit ihren Fresken und dem Rathaus vorbei durchqueren wir den malerischen Ort in Richtung Lautenbach, wo wir vor der Illertkapelle wieder auf die badische Gemarkung wechseln. Von dort bietet sich ein toller Blick auf Lautenbach. Durch das wilde Steintal geht es an den Ahornwiesen vorbei hinauf zu den unter Naturschutz stehenden Lautenfelsen. Hier brüten sogar Falken.

Weiter geht es am Fuß des Rockertkopfes vorbei bis zur Elsbethhütte, ein traumhafter Platz, um das Murgtal zu überblicken. Nun passieren wir die Rockerfelsen und wandern an der Haselgrundhütte vorbei zu den Alten Eichen. Leider stehen nur noch die Reste der ursprünglichen Namensgeber, die vermutlich zum Ende des dreissigjährigen Krieges gepflanzt wurden. Heute gibt es dort einen idyllischen Rastplatz.
Wir machen uns auf den Abstieg Richtung Reichental, wo einige Wirtshäuser zur Einkehr einladen.

Anschließend führt uns das Reichenbachtal in Richtung Murg. Ganz typisch für das Murgtal sind die so genannten Tiroler Heuhütten. Einwanderer bauten sie vor rund 250 Jahren bei der Urbarmachung der Täler. Darin lagerte das Heu und konnte im Winter mit einem Schlitten oder auch auf dem Rücken in einem hölzernen Tragekorb ins Tal gebracht werden.

In Hilpertsau überqueren wir die Murgtalstraße sowie die Murg. In einem Zick-Zack-Weg steigen wir bergan. Hier treffen wir auf den Murgtalwanderweg, der auf etwa 100 Kilometern von der Quelle der Murg bis zu ihrer Mündung in den Rhein führt.
Der Wandweg führt nach Obertsrot, am Schwimmbad vorbei und durch Streuobstwiesen weiter in Richtung Antoniuskapelle. Auf dem Weg hat man bereits herrliche Ausblicke auf das nahe Schloss Eberstein mit seinem Weinberg. Das Schloss wurde vor 1272 von den Grafen von Eberstein als Burg und Stammsitz erbaut und thront seither über Gernsbach. Die Markgrafen von Baden wurden die späteren Besitzer. Im Jahr 2000 wurde das Schloss an einen Privatmann verkauft, der es nach zahllosen Restaurierungsmaßnahmen wieder zum Leben erweckte. Heute kann man im Schlosshotel fürstlich logieren und im mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Gourmet-Restaurant ebenso speisen. Für den Wanderer bietet die Schlossschänke einen gemütlichen Platz auf der Terrasse mit Blick auf das Murgtal.

Wir gehen weiter auf dem „Gernsbacher Sagenweg“ und gelangen auf ihm zur Erzgrube. Dieser Felseinschnitt scheint früher zum Schürfen von Silbererz genutzt worden sein. Heute ist er aber zugeschüttet. Übrig ist nur noch ein dunkler Spalt und die Sage von den „Zwergen aus dem Gernsberg“, eine von acht Geschichten, die auf dem Sagenweg erzählt werden. Durch alte Baumbestände und entlang stattlicher Douglasien folgen wir der Rose zur Amandaschau, zur Saulachkopfhütte und in Richtung Müllenbild/Nachtigall, einem auf dem Höhenrücken zwischen Baden-Baden und Gernsbach gelegenen Gasthaus. Hier kann man noch sehr gut die verheerenden Auswirkungen des Orkans Lothar erkennen, der am 26. Dezember 1999 über dem Schwarzwald wütete und eine Spur der Verwüstung zog.
Von Müllenbild/Nachtigall aus machen wir uns an den letzten großen Aufstieg auf den Merkur. Vom Gipfel bietet sich uns ein herrlicher Blick in alle Richtungen: nach Baden-Baden, ins Rheintal und ins Murgtal. Wer möchte, kann auch mit der Merkurbahn gemütlich ins Tal schweben und noch einen Abstecher in die sehenswerte Baden-Badener Innenstadt machen.
Anschließend geht es weiter hinunter auf den Höhenrücken Sattley und in Richtung Gernsbach. Hier bieten sich tolle Blicke auf Staufenberg, Gernsbach sowie den „Staufenberger Grossenberg“, einen Weinberg.  Langsam nähern wir uns dem Ziel, dem Gernsbacher Bahnhof. Allerdings nehmen wir nicht den direkten und asphaltierten Weg, sondern machen noch einen Abstecher zum Galgeneck und der Steinernen Sitzbank. Von dort geht es weiter zum Lieblingsfelsen und dem letzten Abstieg auf die Weinau. Danach wandern wir am Rehabilitationszentrum vorbei zum Bahnhof, wo der Premiumwanderweg Gernsbacher Runde endet.
Zum Abschluss bietet sich noch eine Einkehr in der idyllischen Gernsbacher Altstadt und ein Rundgang durch den Katz’schen Garten, das Alte Rathaus und der Altstadt an.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Gernsbach

Anfahrt

A5 bis Rastatt-Nord, weiter auf der B462 nach Gernsbach

Parken

Am Bahnhof in Gernsbach

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Kommentare und Bewertungen (1)

Manuel S.
09.05.2011
Mit großen Erwartungen habe ich am vergangenen Wochenende meinen ersten "Premium"-Wanderweg in Angriff genommen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Premium geht anders. Natürlich führt der Weg teilweise durch idyllische Landschaften (Laufbachtal kurz vor Loffenau, Steintal, Reichenbachtal) zu wirklich eindrucksvollen Naturdenkmalen (Laufbachwasserfälle, Lautenfelsen, Erzgrube) und tollen Aussichten (Elsbethhütte, Merkur). Doch größtenteils verläuft die Route kilometerweit auf recht langweiligen Forst- und Wirtschaftswegen. Der Anteil sehens- und erlebenswerter Wegabschnitte (naturbelassene Pfade mit unterschiedlichem Untergrund) fällt für meinen Geschmack deutlich zu gering aus. Zusätzlich verlieren einige schöne Steckenteile (z.B. Gernsbacher Sagenweg i.d. Nähe der Erzgrube) ihren Charme komplett durch nicht zu überhörenden Motorenlärm von der nur wenige Meter entfernt verlaufenden Straße. Ein kleines Schockerlebnis erwartet den Wanderer dann noch kurz vor Ende der Runde: Hat man den Merkurgipfel über den wirklich schweißtreibenden Fuchsweg erfolgreich erklommen, empfangen einen oben Horden von Flipflop-Touristen, die sich von Baden-Baden aus per Bergbahn auf den Gipfel kutschieren ließen. Dementsprechend macht das Gipfelrestaurant mit seinen weißbehemdeten Kellnern auch nicht den Eindruck, als wären abgekämpfte Wanderer willkommen - das Gipfel-Weizen fällt deshalb aus. Eine positive Sache gibt es dennoch zu berichten: Trotz Wochenende und tollen Wetters war die Runde nur sehr wenig begangen.
Bewertung
Gemacht am
07.05.2011

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
44,7 km
Dauer
12:00 Std
Aufstieg
1715 hm
Abstieg
1715 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch

Wetter heute

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